So kommst du genährt durch den Winter

Deine Energie ist zyklisch, so wie auch du selbst. Denn du bist ein Wesen der Natur und somit fest mit ihr verwoben. Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt es daher, besonders achtsam mit deiner Energie zu sein. Wie das für dich aussehen kann, verrate ich dir in diesem Beitrag.
Inhaltsverzeichnis:

Wenn das Leben unnatürlich ist

Wusstest du, dass wir Menschen nur ca. 0,01 % der Organismen auf der Erde ausmachen*. Während die übrigen 99,99% der Lebewesen im natürlichen Rhythmus unseres Planeten leben, versuchen wir auf Biegen und Brechen unseren linearen Lebensstil durchzudrücken. Und das, obwohl es uns merklich nicht gut tut, 365 Tage im Jahr zu leisten und produktiv zu sein. Verrückt, oder?

Nicht umsonst beschweren wir uns darüber, dass wir im Winter eher müde, erschöpft, gereizt und unkonzentriert sind. Es liegt nicht daran, dass wir kaputt sind, sondern dass wir wider unsere Natur leben. Denn im Winter ist es, zumindest in unseren Breitengraden, dunkel und eher kalt. Das macht uns aus ganz natürlichen, hormonellen Gründen weniger produktiv und erhöht unser Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe.

Für uns Frauen gilt das nochmal mehr, denn neben den jahreszeitlichen Rhythmen haben wir auch unseren eigenen Zyklus. So treten wir Monat für Monat in unseren inneren Winter, die Zeit der Menstruation. Und versuchen einmal mehr, durchzupowern, wie im restlichen Monat. Dabei würde uns ein bisschen mehr Ruhe langfristig auf allen Ebenen gut tun…

Wieso du mehr Rhythmus in dein Leben bringen solltest

Rhythmischer zu leben bedeutet auch, dir mehr Ruhephasen zu erlauben. Doch das ist in unserer Gesellschaft leider immer noch verpönt und so kommt bei vielen, vielleicht auch bei dir, ein innerer Widerstand auf, wenn es darum geht, einmal NICHTS zu tun.

Der Winter - sowohl die äußere Jahreszeit, als auch der innere Winter von uns Frauen - ist eine Zeit des Rückzuges und der Innenschau. Das ist kein Bug, sondern ein Feature! Es wird Zeit, das anzuerkennen und zum Glück sind bereits viele Frauen auf dem Vormarsch, ihr Leben wieder zyklischer zu gestalten. Denn ihnen sind die Vorteile bereits bewusst.

 

Wenn du dir im - inneren sowie äußeren - Winter mehr Ruhe gönnst:

  • kannst du dein Nervensystem beruhigen, es quasi reseten.
  • bist du nicht mehr ausgelaugt und erschöpft im Hustlemodus. Stattdessen kannst du auf allen Ebenen ausruhen, regenerieren und dich erneuern.
  • das hilft dir, nachhaltig gesünder, ausgeglichener und auch produktiver zu sein.
  • erdet dich das, so dass du dich bewusst für die kommende Zeit ausrichten kannst (das neue Jahr, der nächste Zyklus).
  • kannst du mehr nach Innen kommen und so deine eigene innere Stimme besser wahrnehmen. Auf diese Weise verbindest du dich mit deinem Körper und deiner Intuition. Es ist eine Zeit des Träumens und der Visionen. Das bringt dir Klarheit für deine Prioritäten, deine Projekte und deine Kreativität.
  • findest du wieder mehr Vertrauen in dich.
  • bist du gestärkt für die kommende Zeit, du erneuerst deine Energie.

 

Du brauchst den Rückzug und die Ruhe, um im Anschluss wieder nach draußen gehen und wachsen zu können. Indem du Raum schaffst und die Stille zulässt, schaffst du Platz für Neues: neue Projekte, neue Impulse und Ideen.

Wie du tatsächlich ausruhst

Vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen, aber an deinem Smartphone zu scrollen oder Fernsehen zu schauen, schenkt dir nicht wirklich die Erholung und Energie, die du brauchst. Denn Ausruhen bedeutet tatsächlich runterzufahren, dein Tempo zu verlangsamen und dich - zumindest für eine Weile - aktiv dem Nichtstun hinzugeben. Klingt einfach, ist aber doch oft schwer. Denn die Verlockung doch zum Telefon zu greifen, ist groß und auch der Geist will oft nicht so recht stillstehen.

Doch welche Möglichkeiten des nährenden Nichtstuns und des Auftankens gibt es? Da kannst du für dich ganz individuell schauen, was dir zusagt und dich auch langsam herantasten.

 

Ich gebe dir hier einige Impulse mit:

  • Plane im Alltag bewusst mehr Pausen und Ruhe ein: Das kann auch im Kleinen sein - 5 Minuten Pause zwischendurch, eine ruhige Mittagspause oder ein Mittagsschlaf. Schaue, was für dich möglich ist und erlaube dir Raum für dich zu schaffen.
  • Schlafe mehr: Im Winter hast du ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Daher schaue gern, ob du abends früher zu Bett gehen oder morgens etwas länger schlafen kannst. Mehr zu schlafen kann in dieser dunkleren Zeit sehr wohltuend und regenerierend wirken.
  • Slow down: Erlaube dir langsamer zu werden, deine Tätigkeiten bewusst langsamer und achtsamer zu machen. So kannst du Ruhe in deinen Tag bringen.
  • Verbringe Zeit in der Natur: Ein ruhiger Spaziergang, bei dem du dich vielleicht auch für eine Weile in den Wald oder an einen See setzt, kann dir helfen aufzutanken. Dabei unterstützt dich die frische Luft und das Tageslicht (falls du es im Hellen schaffst, spazieren zu gehen).
  • Streiche Termine: Wirf einen kritischen Blick in deinen Terminkalender und schaue, welche Termine du absagen oder verschieben kannst, um deine Tage etwas zu entzerren. Schaffe so freie Slots, in denen du ein Date mit dir selbst einträgst.
  • Finde deine Art des Nichtstuns: Du kannst dich einfach ins Bett legen und etwas ruhen. Vielleicht magst du jedoch lieber eine Runde Yoga Nidra machen, ein entspanntes Bad in deiner Badewanne genießen oder bei einer Tasse Lieblingstee aus dem Fenster schauen.
  • Verbanne die Technik: Für deine Zeiten des Nichtstuns und Erholens ist es essentiell, dass du Smartphone und Co. ausschaltest und idealerweise auch aus dem Raum verbannst, in dem du dich aufhältst. Damit kommst du nicht in Versuchung, doch wieder zu scrollen und kannst auch nicht von Benachrichtigungen gestört werden.

 

Ich weiß, in unserer schnelllebigen Gesellschaft kann es oft schwer sein, aus dem Strudel auszusteigen. Dazu kommen die ganzen Verpflichtungen, die jeden Tag auf dich warten.

 

Daher möchte ich dir noch 2 wichtige Inspirationen mit auf den Weg geben, damit die Erholung für dich gelingt:

  • Erlaube dir das Nichtstun: Der Moment, indem du dir wirklich erlaubst, auszuruhen, ist das größte Geschenk. Denn in diesem Augenblick hört der innere Kampf zwischen deinen Bedürfnissen und deiner inneren Antreiberin auf. Alleine dadurch wird wieder so viel Energie in dir frei. Erlaube dir echte Pausen!
  • Was wäre deine Idealvorstellung, wenn du während der dunklen Zeit gut für dich sorgen möchtest? Visualisiere, wie das für dich aussehen würde. Und dann setze 1% davon um. Denn selbst wenn dir deine Idealvorstellung unrealistisch erscheint, kannst du 1% davon sicher in dein Leben integrieren. Das macht schon einen riesigen Unterscheid. Und wer weiß, vielleicht werden aus 1 % irgendwann 2% usw. (Hinweis für mehr Transparenz: Die “One Percent Rule” stammt von der Red School.)

Fazit: Lass los, was du glaubst leisten zu müssen und erlaube dir, zur Ruhe zu kommen

Es ist absolut ok und normal im Winter müde zu sein und weniger Energie zu haben. Wichtig ist, dass du das als lieben Hinweis und eine Botschaft deines Körpers verstehst. Schaue, was du ganz individuell machen kannst, um dir Gutes zu tun, dich zu nähren und dir Ruhe zu gönnen. Erlaube dir mehr Nichtstun.

Setze direkt ein Committement: Welche Art des Nichtstuns oder des zur Ruhe kommens möchtest du noch diese Woche integrieren? Schreibe es gern in die Kommentare und inspiriere so auch andere.

 

 

*Quelle: The Biomass Distribution on Earth (PNAS, 2018)

Hej du Liebe,


ich bin Susanne. Ich glaube daran, dass du als Frau in der modernen Welt mutig du selbst sein kannst. Dass du deine alten Konditionierungen und Blockaden loslassen kannst. Ich unterstütze dich auf deinem Weg, dein Leben aus deinem Herzen zu erschaffen - im Einklang mit deinem weiblichen Zyklus und deinem Nervensystem. So dass du dir selbst und deinem Weg vertraust.

 

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